Einvernehmen über Lehrfächerverteilung und Stundenplan

Gemäß PVG ist die Schulleitung verpflichtet, mit der Personalvertretung Einvernehmen über die Lehrfächerverteilung und den Stundenplan herzustellen.

Grundlage für die Lehrfächerverteilung sollte die provisorische Verteilung sein, über die bereits im vorigen Schuljahr – vor den Planungsgesprächen in der Bildungsdirektion – Einvernehmen erzielt wurde.

Es ist zu prüfen, 

  • ob alle Lehrpersonen vertragskonform beschäftigt werden können,
  • ob die gewünschten Herabsetzungen umgesetzt werden und
  • ob bei der Stundenplangestaltung insbesondere auf teilzeitbeschäftigte Lehrpersonen (z.B. Elternteilzeit) Rücksicht genommen wurde.  

Wichtig: Schweigt die Personalvertretung, gilt dies als Zustimmung.

Kann also kein Einvernehmen hergestellt werden, dann muss der Dienststellenausschuss schnell handeln und ein entsprechendes Schreiben an die Schulleitung verfassen und auch den Fachausschuss informieren.

Ein Einspruch gegen die Lehrfächerverteilung muss begründet und innerhalb von zwei Wochen schriftlich eingebracht werden. Andernfalls gilt das Einvernehmen über Lehrfächerverteilung und Stundenplan als hergestellt.

Ansparen auf das Zeitkonto – Antragsfrist 30. September

Lehrkräfte im alten Dienstrecht können Mehrdienstleistungen (MDLs) als Zeitguthaben ansparen und später konsumieren. Der Verbrauch kann nach Vollendung des 50. Lebensjahres erfolgen. Die Freistellung muss mindestens 50 % betragen. Für eine volle Freistellung müssen 720 Stunden angespart werden. Für nicht durch Freistellung konsumierte Stunden kann eine Auszahlung beantragt werden.

Achtung: Der Antrag MDLs anzusparen bezieht sich auf ein Unterrichtsjahr und ist bis 30.September des betreffenden Unterrichtsjahres abzugeben. Diese Erklärung ist unwiderruflich und der gewählte Prozentsatz ist für das gesamte Unterrichtsjahr verbindlich.

Zur Formulardatenbank der Bildungsdirektion Wien

Hitze in unseren Schulen: Handlungsbedarf wird immer dringender

Die zunehmende Hitzebelastung in unseren Schulen erfordert rasches Handeln!

Wochenlange zu hohe Temperaturen in Klassen- und Prüfungsräumen beeinträchtigen nicht nur die Unterrichtsqualität, sondern vor allem Gesundheit, Konzentration und Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften.

Besonders kritisch ist die Situation während der Matura- und Abschlussprüfungen, die häufig in die heißesten Wochen des Jahres fallen. Faire Prüfungsbedingungen dürfen jedoch nicht von Raumtemperatur und Luftqualität abhängen.

Wir fordern daher kurzfristig:

· die Möglichkeit, Unterricht bei extremer Hitzebelastung zu verkürzen, auszusetzen oder alternative Unterrichtsformen anzuwenden,

· den Entfall des Nachmittagsunterrichts ab definierten Temperaturen,

· zusätzliche finanzielle Mittel für Ventilatoren und mobile Hitzeschutzmaßnahmen, die rasch und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden,

· die Einrichtung von „Coolen Zonen“ beziehungsweise kühlen Rückzug- und Prüfungsräumen an jeder Bildungseinrichtung,

· flexible und unbürokratische Möglichkeiten für Distance Learning für Schwangere sowie Personen mit hitzesensiblen Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Als Interessensvertretung empfehlen wir, die bereits bestehenden schulrechtlichen Handlungsspielräume zu nützen. Dazu zählen insbesondere verlängerte oder zusätzliche Pausen, Verlagerung des Unterrichts in kühlere Räume oder beschattete Außenbereiche sowie eine flexiblere Gestaltung der Unterrichtsorganisation mit möglichen Änderungen des Stundenplans.

Nähere Informationen sind im aktuellen Sondernewsletter der Bildungsdirektion Wien zu finden (https://www.bildung-wien.gv.at/service/Aktuells-Infomailing/News/Ma-nahmen-f-r-den-Schulbetrieb-bei-Hitze.html).

Langfristig braucht es darüber hinaus neue rechtliche Rahmenbedingungen sowie gezielte Investitionen in klimafitte Schulgebäude und nachhaltige Lösungen zu Hitzeschutz und Luftqualität. Dazu gehören wirksame Außenbeschattung, technische Lösungen für eine sichere Nachtlüftung, Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen, schattige Aufenthaltsbereiche im Freien sowie moderne Lüftungs- und Kühlsysteme.

Gesunde Arbeits- und Lernbedingungen müssen auch bei steigenden Temperaturen gewährleistet sein.

Administrative Belohnungen – Lehrkräfte

Das bisherige Rundschreiben zu administrativen Belohnungen für Lehrkräfte wurde am 1. September 2025 vom Bildungsminister außer Kraft gesetzt. Nunmehr wurden mit GZ 2026-0.216.435 neue Grundlagen für die administrative Belohnung von Lehrkräften im Bildungsportal verlautbart.

Diese Belohnung ist für die folgende Anzahl von Lehrpersonen vorgesehen

  • an Schulen mit bis elf Klassen für eine Lehrperson,
  • an Schulen mit zwölf bis 21 Klassen für zwei Lehrpersonen,
  • an Schulen mit 22 bis 44 Klassen für drei Lehrpersonen und
  • an Schulen mit mehr als 44 Klassen für vier Lehrpersonen.

Diese Belohnung ist zweimal je Schuljahr in den Monaten September und Juni zu gewähren.

Der Auszahlungsbetrag ist einheitlich für alle Verwendungsgruppen im alten Dienstrecht 17,6% des Referenzbetrages. Für Juni 2026 beträgt die Belohnung 600,13 €. Die Septemberbelohnung beträgt 619,93 €.

Die Grundsätze für die Gewährung der Belohnungen sind unter Mitwirkung der Personalvertretung festzulegen. Auf Basis dieser Grundsätze werden entsprechend die Belohnungen gewährt und die Personalvertretung wird von der Schulleitung über die konkreten Personen informiert, an die Belohnungen ausgeschüttet wurden.

ministerielles Schreiben zu Administrativbelohnungen für Lehrkräfte

Schulschluss: Geschenke von Schüler:innen

Im § 59 BDG ist grundsätzlich die Geschenkannahme für Bundesbedienstete untersagt. Eine orts- oder landesübliche Aufmerksamkeit von geringem Wert gilt in diesem Sinne nicht als Geschenk. Ein Blumenstrauß oder eine Schokolade am Zeugnistag muss also nicht zurückgewiesen werden.

Abschluss der Induktionsphase – Verwendungsbericht

Mindestens zwei Monate vor Ablauf der Induktionsphase hat die Schulleitung aufgrund eigener Wahrnehmungen und nach Rücksprache mit der Mentorin oder dem Mentor einen schriftlichen Bericht über den Verwendungserfolg der Lehrperson an die Bildungsdirektion zu schicken. Der Lehrperson ist von der Schulleitung die Möglichkeit zu einer Stellungnahme zu diesem Bericht zu geben.

Die Induktionsphase endet spätestens nach zwölf Monaten. Bei Dienstantritt bis spätestens am ersten Unterrichtstag nach den Herbstferien endet die Induktionsphase mit dem Ende des Schuljahres. Bereits nach sechs Monaten kann die Schulleitung schriftlich den Verwendungserfolg an die Bildungsdirektion übermitteln, wenn der Arbeitserfolg gegeben ist. Die Bildungsdirektion hat dann die Induktionsphase vorzeitig zu beenden. Der Lehrperson ist Gelegenheit zu geben, zum Induktionsbericht der Schulleitung Stellung zu nehmen. Die Personalstelle der Bildungsdirektion bestätigt der Lehrperson die Beendigung der Induktionsphase, es wird jedoch kein Zeugnis darüber ausgestellt.

Anmeldung zu Fort- und Weiterbildungen an den pädagogischen Hochschulen

Die Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2026/27, ist vom 1. bis zum 31. Mai 2026 ausschließlich über PH-Online der jeweilig anbietenden Pädagogischen Hochschule möglich.

Nach der Genehmigung durch die Schulleitung erfolgt die entsprechende Zusage durch die pädagogische Hochschule.

Gemäß § 9 (1) PVG obliegt der Personalvertretung ein Mitwirkungsrecht bei der Auswahl der Bediensteten für eine Aus- oder Fortbildung.

Berufshaftpflichtversicherung der GÖD für Lehrpersonen

Für Gewerkschaftsmitglieder bietet die GÖD neben vielen anderen Vorteilen auch eine Berufshaftpflicht-Versicherung. Übernommen werden die Kosten der Rechtsvertretung bis zur Höhe von 100.000,- Euro. Die Berufshaftpflicht-Versicherung deckt Schäden an dritten Personen sowie Sachschäden in Ausübung der beruflichen Tätigkeit. Dies gilt auch für fahrlässig herbeigeführte Schäden an einer dritten Person oder deren Sachen. Wenn eine Lehrperson beispielsweise beim Herumgehen im Klassenzimmer über ein Kabel stolpert und der Laptop einer Schülerin zu Boden fällt, kann man diese Versicherung in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen und Antragsformulare im Falle einer Schadensmeldung finden Sie auf der GÖD-homepage

Ferien- und Urlaubsregelung in der BMHS

Für Lehrkräfte im alten Dienstrecht und Schulleitungen sind Ferien und Urlaub in § 219 BDG geregelt. Für Lehrpersonen im neuen Dienstrecht findet sich die Regelung in § 42a VBG: Lehrkräften (im alten Dienstrecht) haben während der Hauptferien Urlaub, sofern nicht besondere Verpflichtungen, wie Vertretung der Direktion oder Abhaltung von Prüfungen entgegensteht.

Direktorinnen und Direktoren haben, wenn für die klaglose Erledigung dringender Amtsgeschäfte vorgesorgt ist, Urlaub während der Hauptferien, der erst nach Abwicklung der Schlussgeschäfte beginnt und fünf Tage vor Anfang des folgenden Schuljahres endet.

Vertragslehrpersonen im neuen Dienstrecht haben, wenn für die klaglose Erledigung dringender Amtsgeschäfte vorgesorgt ist und nicht besondere dienstliche Rücksichten (Abhaltung von Prüfungen u. dgl.) die persönliche Anwesenheit am Dienstort erfordern, Anspruch auf einen Urlaub während der Hauptferien, der frühestens nach Abwicklung der sie betreffenden Schlussgeschäfte beginnt und mit dem Montag vor Beginn des folgenden Schuljahres endet.

Eine Anwesenheit an der Schule ist in der letzten Ferienwoche nicht vorgesehen. Diese Zeit ist als Zeitraum für individuelle, lehrerspezifische Vorbereitungsarbeiten zu sehen. Gerade in der BMHS wird dies vorwiegend zu Hause erfolgen. Eine durch die Schulleitung organisierte Vorbereitung auf das Unterrichtsjahr ist eine Diensteinteilung und daher ist entsprechend dem PVG das Einvernehmen mit der Personalvertretung herzustellen. Dabei ist auf die individuelle, lehrerspezifische Ausrichtung zu achten.